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3 Monate Dom Rep

Bericht von Sophie

Hola hola aus San Cristóbal!
90 Tage, drei Monate oder auch ein viertel Jahr – so lange lebe ich nun schon ungefähr 7800 km entfernt von Deutschland in der Dominikanischen Republik. Auf Instagram habe ich bereits zwischendrin kurze Berichte und Fotos von meiner Zeit hier geteilt, doch auf diesem Blog melde ich mich nun das erste mal. Was ist bislang alles passiert? Eine ganze Menge! Dem Erfahrungsbericht von Imke über unsere Sprachschulzeit in Sosúa kann ich mich so anschließen. Die vier Wochen dort haben mir eine perfekte Einführung sowohl in die Sprache als auch in die Kultur gegeben und für mich fühlte sich die Atmosphäre in der Sprachschule sehr familiär an.
Damit komme ich direkt zum nächsten Abschnitt, meiner Gastfamilie, die mich vor sieben Wochen bei sich aufgenommen hat. Hier durfte ich die dominikanische Gastfreundschaft erleben und wurde direkt als Teil der Familie angesehen. In meiner Familie fühle ich mich also sehr wohl!
Arbeitsmäßig habe ich bislang jedoch noch keinen festen Rhythmus gefunden. Zur Zeit arbeite ich vor allem im „Dispensario“, einem Gesundheitszentrum der Gemeinde, dass auch Menschen mit weniger Geld Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht. Dort arbeite ich zusammen mit ganz lieben Kollegen*innen entweder in der Zahnarztpraxis oder bei den anderen Ärzten*innen als Sekretärin, bzw. Mädchen für alles. Die Kommunikation mit den Patienten, die in der Regel zahlreiche Fragen im sehr schnellen und speziellen dominikanischen Spanisch an mich richten, hilft mir zudem sehr beim weiteren Spanischlernen. Darüber hinaus arbeite ich mit Imke zusammen an einer weiterführenden Schule, in der wir die Lehrer beim Englisch- und Italienischunterricht unterstützen. Mittlerweile freuen sich viele der Kinder jedes Mal, wenn sie uns sehen, was mir ein schönes Gefühl gibt. Sobald sich bei mir ein fester Arbeits-Rhythmus entwickelt hat, zudem auch noch weitere Arbeitsbereiche hinzukommen werden, werde ich diesen etwas genauer beschreiben.
Neben der Arbeit finde ich mich nach und nach immer mehr in mein dominikanisches Leben ein. So waren wir bereits mit einigen Gruppenleitern aus Imkes Gemeinde in der Zona Colonial in Santo Domingo Salsa und Merengue tanzen, ich habe Ausflüge mit meiner Familie an einen Fluss oder den Strand gemacht, war auf einem Konzert, bei einem Ferienlager, mit Imke über ein Wochenende im Urlaub am wunderschönen Strand von Bayahibe-Dominicus und einiges mehr. Daneben sind es allerdings viel mehr die kleinen Dinge, welche mein Leben hier prägen. So winke ich jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit dem gleichen Obstverkäufer lachend zu, werde von allen Menschen direkt mit einem „cómo estas?“ (Wie geht es dir?) begüßt und sitze in der Küche, während meine Gastmutter zur spanischen Musik mitsingt. Einige kulturelle Eigenschaften fühlen sich noch fremd an, während ich mich in anderen Bereichen schon heimisch fühle. Ich merke, wie sich mein Denken verändert und ich immer mehr andere Perspektiven dazugewinne. Was ich sonst ständig von anderen Erwachsenen höre, spüre ich selbst nun auch: „Die Zeit rast unfassbar!“ Ein Viertel meines Jahres in diesem für mich wunderschönen Land sind bereits vorbei und das, ohne es kaum zu merken. Ich freue mich auf meine weiteren neun Monate hier und bin dankbar für all die Erfahrungen, die ich hier machen darf.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem persönlichen Bericht einen kleinen Einblick in mein aktuelles Leben und Denken geben.

Adiós und karibische Grüße,
Sophie

Kurze Info: Nun gelten wir auch offiziell nicht mehr als Touristen, da wir die 90 Tages-Grenze überschritten haben, juhu!

4 Kommentare

  • Max

    Sehr schön geschrieben, Sophie! Kaum zu glauben, dass du schon drei Monate da drüben bist. Gut zu sehen, dass es dir gefällt und du dich gut eingelebt hast. Solche Erfahrungen sind was fürs Leben und manchmal begreift man auch erst zuhause, was man eigentlich alles erlebt hat.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und tolle Eindrücke! Und zu deiner Rückkehr-Party werden Maybrit und ich wohl auch eingeladen, oder? 😉

    • Sophie Aurich

      Hey Max, danke für deinen lieben Kommentar!
      Ja es ist wirklich verrückt, wie schnell die Zeit vergeht und ich bin unglaublich dankbar, dass ich all diese Erfahrungen hier machen darf. Danke für deine guten Wünsche und na klar auf meiner Homecoming-Party im Juli 2020 feiern wir ganz kräftig zusammen. Wir sehen uns dort, aber bis dahin liebe Grüße vom anderen Ende der Welt,
      deine Sophie 🙂

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