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10 Dinge, die ich an der Dom Rep liebe

Bericht von Sophie

Hallo zusammen!
Wie ich schon bereits in meinem letzten Blogbeitrag festgestellt habe, rast die Zeit unfassbar. Dies bringt jedoch auch mit sich, dass ich schon sehr viel von der Dom Rep und seiner Kultur miterleben durfte. Natürlich gibt es Aspekte des Landes, mit denen ich mich weniger identifizieren kann und in anderen gehe ich hingegen gänzlich auf. Daher gibt es hier zehn Dinge, die ich an der Dom Rep liebe und weshalb ich schon jetzt einen Teil meines Herzens an dieses Land verloren habe. Das Ganze ist jedoch kein Ranking, denn das würde mir definitiv zu große Entscheidungsschwierigkeiten bereiten. Also los geht es:

1) Die Natur: Bei mir direkt in der Stadt bekomme ich davon zunächst nicht all zu viel mit, doch sobald ich nur ein wenig herausfahre, finde ich mich auf großen Hügeln wieder, die eine atemberaubende Aussicht auf die grüne Pflanzenwelt ermöglichen. Überall stehen Palmen und Bananenpflanzen, die mich jedes mal an die Geschichten von Mogli aus dem Dschungelbuch erinnern. Fast noch schöner als den Regenwald hier finde ich die wunderschönen Strände mit weißem Sand und türkisfarbenem Meer, an die wir gerne für einen kurzen Urlaub übers Wochenende fahren, Karibik pur! Vielleicht kommt gegen Ende unseres Jahres hier mal eine Liste mit unseren Lieblingsstränden.

2) Pacas: Das sind kleine Second-Hand Lädchen, die es nahezu überall gibt. Mit ein wenig Suchen und etwas Glück findet man hier ganz viele schöne Teile für sehr wenig Geld (z.B. Oberteile für 50 bis 100 Pesos, also ca. 1 bis 2 Euro). Mir graut es bereits jetzt davor, wie ich all meine Sachen später in meinen Koffer packen soll. Auf jeden Fall fällt dies auch der Umwelt zugute, da es schließlich alles bereits getragene Kleidung ist, die so ein zweites Leben gewinnt.

3) Colmados: Überall im ganzen Land gibt es an jeder Straßenecke kleine Colmados, so etwas wie ein Kiosk. Dort gibt es noch bis spät abends alles Wichtige zu kaufen und falls man schon zuhause ist, kann man sich selbst jedes noch so kleine Teil einfach nach Hause liefern lassen. Die Preise sind dort übrigens nicht höher als in den Supermärkten. Abends finden auch immer kleine „Colmado-Partys“ statt, bei denen sich die Menschen dort mit einem Bier und Musik treffen.

4) Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft: Natürlich kann ich nicht für jede/n Dominikaner/in sprechen, doch bislang habe ich fast alle Menschen hier als unglaublich warmherzig wahrgenommen und sobald ich ein wenig Hilfe brauchte, waren sie sofort zur Stelle. So muss ich beispielsweise nicht nachfragen, wer mich im Dunkeln nach Hause bringen kann, sondern es wird selbstverständlich als erstes besprochen, wer mich später nach Hause begleiten wird, selbst wenn das manchmal für die betroffene Person einen Umweg bedeutet. Generell ist der Umgang untereinander in der Regel sehr warmherzig!

5) Tanz und Musik: Egal wo ich langlaufe, auf jeder Straße wird gerade an irgendeinem Colmado Musik gespielt. Mittlerweile kenne ich auch alle Lieder, da in etwa immer die selben gespielt werden. Besonders zu den Klängen von Merengue und Bachata sehe ich immer einige Menschen tanzen. Das sorgt für eine unfassbar schöne Stimmung!

6) (öffentliche) Transportmittel: Ich muss mal eben schnell auf die andere Seite der Stadt? Kein Problem dann schnappe ich mir einfach ein Moto für 30 bis 50 Pesos (50 bis 90 Cent). Dafür rufe ich entweder meine bekannten Motoristas an oder nehme ein vertrauenswürdiges Moto von der Straße. In die Hauptstadt nach Santo Domingo (ca. 30 km) nehme ich das Guagua (eine Art ganz kleiner Bus) für 85 Pesos. Dabei gibt es keinen festen Fahrplan, alle paar Minuten kommt einfach ein Neues und wenn ich aussteigen möchte, sage ich Bescheid „dejame aquí!“. Um an andere Orte weiter weg z.B. für einen Urlaubstrip zu kommen, gibt es große Reisebusse und innerhalb von der Hauptstadt Santo Domingo eignet sich vor allem ein „Carro publico“ (eine Art öffentliches Taxi), die Metro oder ein Uber. Sowohl bei öffentlichen Verkehrsmitteln als auch bei den eigenen Autos gilt stets, so lange sich noch jemand hereinquetschen kann, ist Platz genug. Das macht vieles unkomplizierter, da man sich so meist keine Gedanken machen braucht, ob man ein oder zwei Autos benötigt.

7) Wärme: So sehr ich die Hitze manchmal verteufele, besonders wenn mal wieder beim nahezu täglichen Stromausfall in der Mittagshitze die Ventilatoren nicht funktionieren oder ich bei praller Sonne in langer Hose über die Straße laufe, so liebe ich das Wetter insgesamt doch sehr. Jeden Tag auf der Terrasse mit den morgendlichen Sonnenstrahlen auf dem Gesicht zu frühstücken und selbst spät abends keine Jacke zu brauchen, bringt mich schon manchmal zum Schmunzeln, wenn ich Fotos vom nasskalten Wetter in Deutschland zugeschickt bekomme.

8) Entspanntheit: Stress ist hier ein Fremdwort. Dank der „hora dominicana“ (dominikanische Zeit) sind Uhrzeiten meist ziemlich locker betrachtet, was besonders für mich sehr entspannt ist. Irgendwie klappt auch immer alles, es braucht nur häufig etwas Geduld und Vertrauen.

9) Obst: Papaya, Ananas, Mango, Guayaba … ich könnte unzählige Obstsorten aufzählen. Dabei schmeckt das Obst hier super frisch und süß. Besonders die Avocados (ja das sind tatsächlich Früchte) sind ein Traum und fester Bestandteil einer jeden Mahlzeit. Die sind hier im Übrigen viel größer als in Deutschland und nicht schwarz sondern grün.

10) Essen generell: Wie sagt man so schön? Das Beste kommt zum Schluss. Auch wenn die Liste hier keinem Ranking entspricht, so ist das Essen schon eine der Sachen, die ganz weit in meinem Herzen vorne liegt. Ich durfte bereits so viel Neues probieren und vor allem „Fritos“ (doppelt frittierte Kochbananenscheiben) zählen zu meinen Favoriten, die Imke und ich uns sogar manchmal schon selber machen. Zu den typischen Gerichten werden wir sicherlich auch noch einen eigenen Blogbeitrag verfassen, denn da gibt es schon deutliche Unterschiede zur deutschen Essenskultur. In jedem Fall schmeckt mir hier fast alles unglaublich gut, was sich allerdings auch schon in meinem Gewicht abzeichnet, aber das ist es definitiv wert. Außerdem freut es mich jedes mal zu sehen, welchen Stellenwert Essen hier generell hat.

So das waren die zehn Dinge, die ich an der Dominikanischen Republik absolut liebe. Es gibt noch viele weitere Aspekte, aber dies sind in etwa meine wichtigsten Punkte. Ich hoffe, ich konnte euch hiermit einen etwas genaueren Einblick in die dominikanische Kultur ermöglichen. Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch gerne über Instagram oder meine Mail-Adresse. Für Fotos schaut am besten auch auf unserer Instagramseite vorbei, denn hier ist das Hochladen von Bildern vor allem mit unserem nicht so guten Wlan eher schwierig, doch auf Instagram gibt es bereits ganz viele.


Adiós y saludos del Caribe!
Sophie

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